Was bedeutet Selbsthilfe in Gruppen?

Es treffen sich Menschen, die die gleiche Erkrankung oder das gleiche Problem haben, um sich auszutauschen. Selbsthilfegruppen bieten häufig einen reichen Schatz an Kenntnissen und Erfahrungen und können somit behilflich sein, Orientierung zu finden oder Entscheidungen zu treffen. In den Gruppen werden nicht nur Informationen vermittelt, sondern auch die Bewältigung und der Umgang mit der Erkrankung oder mit einem Problem sind wichtig: „Endlich bin ich nicht mehr allein, es gibt noch andere, denen es genauso geht wie mir.“ „Mir hilft es, zuzuhören und mitzuerleben, wie andere ihre Situation annehmen und ihr Schicksal meistern.“ „In unserer Gruppe kann ich offen über meine Probleme sprechen und muss mich nicht verstecken.“ Selbsthilfe bedeutet also, die eigenen Probleme in die Hand zu nehmen und mit Unterstützung der Gruppe aktiv nach Lösungen zu suchen und eine Verbesserung der eigenen Situation zu erreichen. In manchen Gruppen geht es auch darum, bessere Bedingungen für alle Betroffenen zu erreichen, in dem sie aktiv nach außen gehen und mit Ärzt*innen, Politiker*innen oder der Verwaltung sprechen.

Menschen, die bereits in der Selbsthilfe aktiv sind, wissen:


Wir verbindet – Wir stärkt – Wir hilft.

Das gilt nicht nur in Selbsthilfegruppen für Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, Krebs oder Organtransplantationen, sondern auch in Gruppen, die sich mit sozialen oder familiären Problemen beschäftigen, z.B. Pflege von Angehörigen oder Trauer. Auch tauschen sich viele Gruppen über das selbstbestimmte Leben mit einem Handicap, wie z. B. Hörschädigungen oder Sehbehinderungen, aus. Zum Thema Sucht, beispielsweise Alkohol-, Medikamenten- und Drogen-abhängigkeit oder Spielsucht, gibt es ebenso Gruppen, die sich regelmäßig treffen, wie auch zu unterschiedlichen psychischen Problemen, beispielsweise Ängsten, Depressionen, Zwängen oder Psychiatrieerfahrungen.

Die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich, kurz KIBIS, unterstützt und fördert seit 1986 die Selbsthilfearbeit in der Region Hannover. Die Kontaktstelle befindet sich in Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hannover.

Die KIBIS versteht sich als eine Vermittlungsstelle zwischen Ratsuchenden einerseits und Hilfe anbietenden Selbsthilfegruppen andererseits. Sie nimmt folgende Aufgaben wahr bzw. bietet folgende Dienstleistungen an:

  • Zentrale Erfassung von Selbsthilfegruppen
  • Vermittlung von Interessierten an bestehende Gruppen
  • Hilfestellung bei Aufbau und Stabilisierung neuer Gruppen
  • Förderung der Kommunikation zwischen den Gruppen
  • Förderung und Verbreitung des Selbsthilfegedankens durch Öffentlichkeitsarbeit
  • Weiterbildungsangebote für Gruppen und deren Mitglieder
  • Initiierung von Aktivitäten im regionalen Gesundheitsbereich

Die bei KIBIS verzeichneten Gruppen werden in unterschiedlicher Form und Intensität beraten und unterstützt. In der konkreten Zusammenarbeit mit den einzelnen Selbsthilfegruppen akzeptiert KIBIS deren autonomen Status und ihre individuellen Arbeitsweisen.

 

Kontakt

KIBIS

Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle Im Selbsthilfebereich
Gartenstr. 18
30161 Hannover
Tel.: 0511-66 65 67
Fax: 0511-9 62 91 66

www.kibis-hannover.de
www.fb.com/kibis.regionhannover
https://blog.kibis-hannover.de 

Telefonische Sprechzeiten: Mo, Di, Do 9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr, Mi 16:00-19:00 Uhr

 


KIBIS
Gartenstr. 18
30161 Hannover (Oststadt) 
Tel.: 0511 - 66 65 67
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