U- Dance Charity Projekt

Tanz-, Kunst- und Gesprächs-Therapie bei Krebs-, Schlaganfall- oder Traumapatienten, Flüchtlingen, trauernden Menschen

Tanztherapie als körperorientierte Psychotherapie hilft Menschen in ihrem Prozess der emotionalen Krankheitsverarbeitung und körperlicher Erholung. Insbesondere Krebsbetroffene  oder Menschen mit Traumaerlebnissen nutzen die Tanztherapie, um nach den - zum Teil invasiven und aggressiven medizinischen Therapien - den Körper durch Bewegung neu erleben zu können, Veränderungen im Körperbild akzeptieren zu lernen, Emotionen im Tanz zum Ausdruck zu bringen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

In einem Forschungsprojekt für Krebspatient*innen wurden an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg Veränderungen innerhalb des Interventionszeitraumes in Bezug auf Lebensqualität, Befindlichkeit und Selbstkonzept untersucht. Zusätzlich wurde die Veränderung im Bewegungsverhalten bei ausgewählten Patient*innen mit Hilfe eines Verfahrens zur Bewegungsanalyse von Fremdratern analysiert. Die Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen in den Bereichen Lebensqualität, Angst und Depression, sowie im Selbstwert. Die Bewegungsqualität veränderte sich deutlich in Richtung gesundes Bewegungsverhalten. Wenngleich die Ergebnisse nicht allein auf die Tanztherapie zurückzuführen sind, so machen die Auswertungen der qualitativen Verfahren deutlich, dass die Tanztherapie den Prozess der Krankheitsverarbeitung positiv beeinflusst.

Nach einem Schlaganfall erkranken die Betroffenen in bis zu 47% der Fälle an einer Depression. Diese sogenannte Post-Stroke-Depression kann mit psychotherapeutischen Maßnahmen und/oder mit Antidepressiva behandelt werden. Auch die Entwicklung einer Post-Stroke-Demenz ist möglich. Dabei kommt es nach einem Schlaganfall zu einer Beeinträchtigung der Denkleistung. Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, mit denen man versuchen kann, die Symptome dieser Demenzform zu verbessern. Die Rehabilitation erfordert intensives Training unter Anleitung speziell ausgebildeter Therapeuten. Die Behandlung wird individuell auf die Bedürfnisse und den Zustand des Betroffenen abgestimmt. Ziel ist, die schlaganfallbedingten Beeinträchtigungen zu mildern und verloren gegangene Fähigkeiten wieder zu erlernen.

Bei vielen Menschen, Kindern wie Erwachsenen, erleben wir, dass sie nach traumatisierenden Erlebnissen anders sind.
Gerade bei Flüchtlingen spielt das Erlebte eine große Rolle.
Fast alle haben schreckliches gesehen, Wertvolles aufgegeben oder verloren, manche mussten zum Überleben selbst Gewalt anwenden.
Familienstrukturen wurden und werden verändert, kulturelle Strukturen und die Sprache haben sich oder werden sich verändern.
Neue Erwartungshaltungen bauen zusätzlich Druck auf.
In jedem Fall wird ein Trauerprozess ausgelöst.
Ein solcher Trauerprozess wird für Flüchtlinge sehr viel Zeit brauchen.
Manche glauben, es wird alles wieder wie vorher, verdrängen komplett, es braucht ein wenig Zeit und dann wird es schon wieder. Umso heftiger werden die Auswirkungen sich später zeigen. Verunsicherung, Angst, Schuldgefühle, Hilflosigkeit, Schlaflosigkeit und vieles mehr, gehören zu einem Trauerprozess.
Nichts ist mehr wie vorher.

Auch Menschen, welche ein Familienmitglied verlieren oder verloren haben, benötigen sehr viel Unterstützung.
Neben vielen einfühlsamen Gesprächen, sehr viel Geduld und Ruhe, braucht es im neuen Leben auch neue Herausforderungen.
Was passt besser als Lebensfreude durch Tanz?

Das Ankommen in der neuen Umgebung löst weitere Ängste aus.
Dieser enorme Druck braucht ein Ventil.
Ein Luftballon, der mit Trauer gefüllt ist, kann nicht einfach durch Ablassen von Luft „anders“ werden. Würde ich den Ballon öffnen, verliert er seine Form.
Nur wenn ich Neues hineinbringe, kann Trauer/Trauma entweichen.
Unser Konzept berücksichtigt genau das.

 

Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in Brennpunkten

Da tänzerische Aktivitäten zu Musik nicht nur die Motorik, sondern auch Emotionen und viele Aspekte der Persönlichkeit beinhalten, wird die Bedeutung des Tanzes auf der individuellen, kognitiven, affektiven und sozialen Ebene gesehen.
Die Wirkung einer professionell angeleiteten Tanzintervention, basierend auf ausgewählten Fähigkeiten verschiedener Ebenen, begleitet von Gesprächs- und Verhaltenstherapeut*innen, sowie ausgebildeten Trauerbegleiter*innen,

Zwei- bis dreimal wöchentlich angebotenen Tanzeinheiten, tragen zu einer Verbesserung der Lebensqualität und einem Heilungsprozess bei.

Unser Projekt ist auf einen Zeitraum von 3 oder 6 Monaten ausgerichtet, kann aber erweitert werden.

Unser Angebot der Tanz-, Kunst- und Gesprächstherapie fördert bzw. verbessert die gesundheitliche Entwicklung Betroffener. Vor allem im ersten Jahr sind oft erstaunliche Verbesserungen möglich, bis hin zum vollständigen Verschwinden von Symptomen. Neben der medizinischen Behandlung ist es für Betroffene wichtig, die eigenen Selbstheilungskräfte zu entdecken und zu stärken.

Unser Projekt soll helfen, die Signale des Körpers und die eigene innere Stimme ernst zu nehmen, ihnen Ausdruck zu verleihen und so Lebensfreude neu zu entdecken, den eigenen Körper kennenlernen, Spannungen lösen, bewusster zu atmen.

Unterstützt wird dies nun durch Malkurse.
Unter der Leitung von Diplom-Designerin Andrea Müller und der Sozialpädagogin Manuela Schröder erlernen Betroffene das Malen von Bildern.
Hier können sie Gefühle und Stimmungen ausdrücken und verarbeiten.

Im Anschluss daran haben Betroffene in kleinen Gesprächsrunden die Möglichkeit über ihre Situation zu sprechen. Begleitet durch ausgebildete Therapeut*innen.

Die Kombination von einer Stunde Malen und einer Stunde Tanzen und einer Stunde Gespräch ermöglicht eine Behandlung für Körper, Geist und Seele.

Kontakt

U- Dance Charity Projekt e.V.
Lönsweg 17
30826 Garbsen
Tel.: 05031 - 7 06 91 16
info(at)berndwalter-beratung.de

Internet:
https://www.wgh-herrenhausen.de/stiftung/die-projekte/default-title


KIBIS
Gartenstr. 18
30161 Hannover (Oststadt) 
Tel.: 0511 - 66 65 67
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